Votum an der DV vom 28. Januar in Berg TG PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 28. Januar 2012 um 14:51 Uhr

An der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz in Berg in Thurgau hielt der GaySVP Präsident Beat Feurer ein Votum zum Gang in die Opposition:

Der 14. Dezember ist ein Donnerschlag in der jüngsten politischen Geschichte der Schweiz. Jawohl, an diesem Tag ging es nicht darum, welche Kandidaten die SVP aufstellt. Es ging auch nicht darum, welche Strategie die SVP hat! Nein, nein! es ging einzig und allein darum, dass die Mehrheit in Bern, 27 % der Bevölkerung, vor die Tür in den Regen stellen wollte. Man wollte die Konkordanz nicht mehr. Das muss hier mit aller Deutlichkeit gesagt werden!

Aber so bedauernswert diese Entwicklung ist, so beinhaltet sie doch auch eine grosse Chance, eine Riesenchance meine Damen und Herren: Schauen wir doch mal, was in Bern für eine Politik betrieben wird. Es ist seit längerem feststellbar, dass Bundesrat und Parlament ihr Rückgrat entweder zuhause gelassen oder auf einer ihrer zahlreichen Auslandreisen verloren haben! Die Schweiz wird verkauft!

Eilfertig springt man Jedem entgegen, der gegenüber der Schweiz im Ton etwas lauter wird. Die Position der Schweiz wird geschwächt, Schritt um Schritt! Und gleichzeitig nimmt man die echten Sorgen von Vielen in diesem Land nicht wirklich ernst. Aus dieser Sicht, liebe Parteimitglieder, kann der Donnerschlag vom 14.12. für die SVP die Chance sein!

Könnte der Gang in die Opposition nicht auch dazu führen, dass die SVP viel stärker als bisher als Garant für eine echte andere Politik gesehen wird? In der Tat: Die SVP hat hier die einmalige und auch glaubwürdige Chance, sich genau jetzt als echte Alternative zu etablieren! Ich selber war in den letzten 1.5 Jahren viele Tage auf der Strasse und habe Unterschriften gesammelt. Dabei habe ich in unzähligen Gesprächen eines feststellen können: Weit über 27 %, wären eigentlich mit vielen Positionen der SVP einverstanden. Aber: Gleichzeitig ärgern sich diese Menschen über die SVP, weil sie diese als rückwärtsgewandt, engstirnig und intolerant empfinden. Aber das muss nicht so sein!

Wir sind deshalb der Meinung, dass der Regen, in den man uns, die SVP, gestellt hat zum Jungbrunnen werden kann.Wir haben heute die Chance verehrte Parteimitglieder, eine neue SVP zu lancieren. Eine neue SVP, die noch mehr als bisher zu einer echten Alternative zur Berner Politik wird. Und auch eine neue SVP, die ihr Image der Engstirnigkeit los wird, was nebenbei gesagt, gerade uns von der GaySVP mit ein grosses Anliegen ist. Ich bin überzeugt, dass wir dies können! Und glauben Sie mir, damit werden wir den Rückhalt und die Unterstützung von weit mehr als 30 % der Bevölkerung gewinnen.

Deshalb: Lasst es uns denen da drinnen im Trockenen zeigen, uns kann man zwar in den Regen stellen, aber unser Herz für diese Schweiz wird man uns nicht nehmen! Lasst es uns denen da drinnen im Trockenen zeigen, wir sind lernfähig, während die dort drinnen noch immer nach ihrem Rückgrat suchen! Wir von der GaySVP unterstützen deshalb den Gang in die Opposition, zudem wollen wir die Parteiführung anregen eine Strategie auszuarbeiten, wie die SVP in Übereinstimmung zu ihrer liberalen Grundhaltung ein Image erhalten kann, das von Offenheit und Toleranz geprägt ist.

Beat Feurer, Präsident GaySVP

 

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